Ratgeber · Abfallarten
Asbest-Container mieten und Asbest sicher entsorgen
Fachbetriebe finden, Annahmebedingungen klären und asbesthaltige Materialien fachgerecht behandeln lassen.

Warum Asbest besondere Planung erfordert
Asbestfasern sind sehr fein. Werden asbesthaltige Produkte mechanisch bearbeitet oder beschädigt, können Fasern freigesetzt und eingeatmet werden. Deshalb beginnt eine sichere Entsorgung nicht erst am Container, sondern bereits bei der Erkundung des Gebäudes und der Planung des Ausbaus.
Die BAuA weist darauf hin, dass vor Arbeiten an älteren Gebäuden geklärt werden muss, ob in den betroffenen Bereichen asbesthaltige Materialien vorhanden sein können. Ist eine sichere Einordnung anhand vorhandener Unterlagen nicht möglich, kann eine fachgerechte Probenahme mit Laboranalyse erforderlich sein. Proben sollten nicht improvisiert entnommen werden, weil bereits dabei Fasern freigesetzt werden können.
Wo Asbest vorkommen kann
Bekannt sind Faserzementplatten an Dächern und Fassaden. Asbest wurde jedoch auch in vielen weniger auffälligen Produkten eingesetzt, zum Beispiel in bestimmten Bodenbelägen, Klebern, Spachtelmassen, Putzen, Rohrisolierungen, Brandschutzbauteilen oder technischen Geräten.
Das Baujahr allein liefert keine abschließende Aussage. Auch Umbauten und spätere Renovierungen sind zu berücksichtigen. Bei einem begründeten Verdacht sollte das Material bis zur Klärung nicht wie normaler Bauschutt behandelt werden.
Was in die Anfrage gehört
Für eine belastbare Einschätzung benötigt der Anbieter mehr als die ungefähre Menge. Hilfreich sind:
- Art und Einbauort des Materials
- vorhandene Analyse- oder Erkundungsergebnisse
- geschätzte Fläche, Stückzahl oder Masse
- Zustand des Materials und geplante Ausbauweise
- Fotos, ohne das Material dafür zu beschädigen
- Zugänglichkeit, Etage und Transportweg
- gewünschter Termin sowie möglicher Stellplatz
Auf dieser Grundlage kann der Fachbetrieb klären, welches Verfahren, welche Verpackung und welcher Entsorgungsweg für den konkreten Fall geeignet sind.
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Ausbau und Qualifikation des Betriebs
Für gewerbliche Arbeiten an asbesthaltigen Materialien gelten die Gefahrstoffverordnung und die TRGS 519. Abhängig von Material und Tätigkeit sind Qualifikation, Sachkunde, Anzeige oder eine behördliche Zulassung relevant. Lassen Sie sich deshalb nicht nur einen Container anbieten, sondern fragen Sie ausdrücklich nach der fachlichen Eignung für den geplanten Ausbau.
Ein seriöses Angebot beschreibt, welche Leistung enthalten ist: Erkundung, Arbeitsbereich, Ausbau, Reinigung, Verpackung, Transport, Entsorgungsnachweis und mögliche Zusatzleistungen. So bleiben Verantwortlichkeiten nachvollziehbar.
Verpackung und getrennte Bereitstellung
Asbesthaltige Abfälle müssen so gesammelt und transportiert werden, dass keine gefährlichen Fasermengen freigesetzt werden. Das Umweltbundesamt nennt geeignete, sicher verschließbare und gekennzeichnete Behältnisse und betont die getrennte Haltung von anderen Abfällen.
Welche Big Bags, Platten-Bags oder geschlossenen Behälter akzeptiert werden, richtet sich nach Material, Annahmestelle und Transportweg. Kaufen oder befüllen Sie Verpackungen daher erst nach Bestätigung durch den ausführenden oder annehmenden Betrieb. Asbest gehört nicht zusammen mit Mineralwolle, Holz, Baumischabfall oder Bauschutt in einen offenen Container.
Welche Kosten den Auftrag bestimmen
Ein Pauschalpreis ist nur vergleichbar, wenn der Leistungsumfang identisch ist. Kosten entstehen unter anderem durch Erkundung und Analyse, Schutzmaßnahmen, Ausbauverfahren, Verpackung, Behälter, Transport, Standzeit, Gewicht und die zugelassene Entsorgungsstelle. Schwierige Zugänge oder zusätzliche Reinigung können den Aufwand erhöhen.
Fragen Sie im Angebot nach enthaltenen Mengen, Mietdauer, An- und Abfahrt, Verpackungsmaterial, Nachweisen sowie möglichen Mehrkosten bei abweichender Materialeinstufung.
Stellplatz und Genehmigung
Der Stellplatz muss zum eingesetzten Fahrzeug und Behälter passen. Wichtig sind tragfähiger Untergrund, freie Zufahrt, ausreichende Rangierfläche und die sichere Übergabe der verpackten Abfälle. Für eine Aufstellung auf Straße, Gehweg oder öffentlichem Parkplatz können kommunale Genehmigungen und Sicherungsmaßnahmen erforderlich sein. Zuständigkeit und Vorlaufzeit unterscheiden sich je nach Ort.
Containergröße: Vom Asbest Big Bag zum Abrollcontainer
Orientierungswerte. Verfügbare Behälter, Maße, Füllgrenzen und zulässige Gewichte unterscheiden sich je nach Anbieter.
| Behältertyp | Breite | Höhe | Länge |
|---|---|---|---|
| 1 m³ Big Bag | 1.000 mm | 1.000 mm | 1.000 mm |
| 3 m³ Absetzcontainer | 1.290 mm | 950 mm | 2.450 mm |
| 5 m³ Absetzcontainer | 1.900 mm | 1.250 mm | 3.100 mm |
| 7 m³ Absetzcontainer | 1.900 mm | 1.600 mm | 3.600 mm |
| 10 m³ Absetzcontainer | 1.900 mm | 1.800 mm | 3.900 mm |
| 12 m³ Abrollcontainer | 2.000 mm | 1.000 mm | 6.500 mm |
| 20 m³ Abrollcontainer | 2.300 mm | 1.500 mm | 6.500 mm |
| 30 m³ Abrollcontainer | 2.300 mm | 2.000 mm | 6.500 mm |
| 40 m³ Abrollcontainer | 2.300 mm | 2.400 mm | 7.000 mm |
1 m³ Big Bag
- Breite
- 1.000 mm
- Höhe
- 1.000 mm
- Länge
- 1.000 mm
3 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.290 mm
- Höhe
- 950 mm
- Länge
- 2.450 mm
5 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.900 mm
- Höhe
- 1.250 mm
- Länge
- 3.100 mm
7 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.900 mm
- Höhe
- 1.600 mm
- Länge
- 3.600 mm
10 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.900 mm
- Höhe
- 1.800 mm
- Länge
- 3.900 mm
12 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.000 mm
- Höhe
- 1.000 mm
- Länge
- 6.500 mm
20 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.300 mm
- Höhe
- 1.500 mm
- Länge
- 6.500 mm
30 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.300 mm
- Höhe
- 2.000 mm
- Länge
- 6.500 mm
40 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.300 mm
- Höhe
- 2.400 mm
- Länge
- 7.000 mm
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