Ratgeber · Abfallarten
Holzcontainer mieten und Altholz richtig entsorgen
Altholzkategorie einordnen, passende Containerdienste finden und Annahmebedingungen direkt abstimmen.

Warum die Altholzkategorie entscheidend ist
Die Altholzverordnung unterscheidet Altholz abhängig von seiner Schadstoffbelastung in die Kategorien A I bis A IV; hinzu kommt PCB-Altholz als gesondert zu behandelnde Gruppe. Diese Einteilung beeinflusst, wie das Material angenommen, aufbereitet oder verwertet werden kann.
Für eine Anfrage reicht die Angabe „Holz“ daher selten aus. Entscheidend ist, woher das Holz stammt, wie es verwendet wurde und ob es behandelt oder beschichtet ist. Sauber getrennte Fraktionen lassen sich meist eindeutiger prüfen und hochwertiger verwerten als ein gemischter Container.
Holzarten auf der Baustelle unterscheiden
Bei Renovierung und Rückbau können sehr unterschiedliche Materialien anfallen: unbehandelte Bretter, Paletten, Möbelteile, Spanplatten, lackierte Bauteile, imprägnierte Hölzer oder Holz aus dem Außenbereich. Auch Metallbeschläge, Glas, Dämmstoffe, Dachpappe und mineralische Anhaftungen verändern die Annahmesituation.
Orientieren Sie sich nicht allein an Farbe oder Geruch. Eine dunkle Oberfläche beweist keine bestimmte Behandlung, und eine unauffällige Oberfläche schließt Holzschutzmittel nicht sicher aus. Bei unbekannter Herkunft sollte der Anbieter das Material vor der Befüllung einordnen.
Was in einen Holzcontainer darf
Die verbindliche Materialliste legt der jeweilige Betrieb fest. Typische, nach Freigabe geeignete Materialien können Bretter, Balken, Kisten, Paletten, Möbelholz oder Holzwerkstoffe sein. Ob diese gemeinsam erfasst werden dürfen, hängt von Kategorie und Anlage ab.
Regelmäßig getrennt zu klären sind beispielsweise:
- Holz aus dem Außenbereich oder mit Holzschutzmitteln
- Fenster und Außentüren, insbesondere mit Glas oder Dichtstoffen
- Bahnschwellen, Leitungsmasten und stark belastete Konstruktionshölzer
- Brandholz oder Holz mit unbekannten Anhaftungen
- Holz-Kunststoff-Verbundstoffe
- große Mengen Fremdmaterial wie Metall, Gips, Dämmung oder Dachpappe
Eine schriftlich bestätigte Annahmeliste schützt vor Nachsortierung, Zurückweisung und nachträglicher Neueinstufung.
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Behandeltes und unbehandeltes Holz getrennt halten
Wenn auf einer Baustelle sowohl sauberes unbehandeltes Holz als auch beschichtetes oder konstruktiv genutztes Altholz anfällt, ist eine Trennung in vielen Fällen sinnvoll. Dadurch bleibt die Herkunft nachvollziehbar und eine unnötige Einstufung der gesamten Menge in eine höher belastete Kategorie kann vermieden werden.
Planen Sie getrennte Sammelstellen frühzeitig. Kennzeichnen Sie die Behälter eindeutig und informieren Sie alle Beteiligten darüber, welche Teile wohin gehören. Bereits einzelne falsch eingeworfene Bauteile können die Sortierung erschweren.
Menge und Containergröße einschätzen
Holz ist häufig voluminös, aber im Verhältnis zu mineralischen Abfällen leichter. Zerlegen Sie große Bauteile nur, wenn das gefahrlos möglich und mit der vorgesehenen Sortierung vereinbar ist. Angaben in Kubikmetern, die Anzahl großer Möbel- oder Bauteile und Fotos der Ausgangssituation sind für die Größenberatung hilfreicher als eine grobe Gewichtsangabe.
Der Behälter darf nicht über die zulässige Ladekante hinaus befüllt werden. Lange Balken oder Platten müssen so liegen, dass sie sicher transportiert werden können. Die konkreten Vorgaben kommen vom Anbieter.
Preisfaktoren bei Altholz
Kosten hängen von Altholzkategorie, Menge, Behältergröße, Transportentfernung, Standzeit und regionalem Entsorgungsweg ab. Fremdstoffe, falsche Deklaration oder eine nachträgliche Umstufung können Mehrkosten auslösen. Lassen Sie sich erklären, ob nach Pauschale oder Gewicht abgerechnet wird und welche Kategorie dem Angebot zugrunde liegt.
Stellplatz und Zufahrt
Für die Behälterstellung werden ein tragfähiger, ebener Untergrund und ausreichend Platz für das Lieferfahrzeug benötigt. Auf öffentlichem Grund können eine Sondernutzungserlaubnis und verkehrsrechtliche Sicherung erforderlich sein. Stimmen Sie auch Durchfahrtshöhen, Torbreiten und parkende Fahrzeuge im Lieferbereich ab.
Container für Holzabfälle: Die richtige Containergröße
Orientierungswerte. Verfügbare Behälter, Maße, Füllgrenzen und zulässige Gewichte unterscheiden sich je nach Anbieter.
| Behältertyp | Breite | Höhe | Länge |
|---|---|---|---|
| 1 m³ Big Bag | 1.000 mm | 1.000 mm | 1.000 mm |
| 3 m³ Absetzcontainer | 1.290 mm | 950 mm | 2.450 mm |
| 5 m³ Absetzcontainer | 1.900 mm | 1.250 mm | 3.100 mm |
| 7 m³ Absetzcontainer | 1.900 mm | 1.600 mm | 3.600 mm |
| 10 m³ Absetzcontainer | 1.900 mm | 1.800 mm | 3.900 mm |
| 12 m³ Abrollcontainer | 2.000 mm | 1.000 mm | 6.500 mm |
| 20 m³ Abrollcontainer | 2.300 mm | 1.500 mm | 6.500 mm |
| 30 m³ Abrollcontainer | 2.300 mm | 2.000 mm | 6.500 mm |
| 40 m³ Abrollcontainer | 2.300 mm | 2.400 mm | 7.000 mm |
1 m³ Big Bag
- Breite
- 1.000 mm
- Höhe
- 1.000 mm
- Länge
- 1.000 mm
3 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.290 mm
- Höhe
- 950 mm
- Länge
- 2.450 mm
5 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.900 mm
- Höhe
- 1.250 mm
- Länge
- 3.100 mm
7 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.900 mm
- Höhe
- 1.600 mm
- Länge
- 3.600 mm
10 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.900 mm
- Höhe
- 1.800 mm
- Länge
- 3.900 mm
12 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.000 mm
- Höhe
- 1.000 mm
- Länge
- 6.500 mm
20 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.300 mm
- Höhe
- 1.500 mm
- Länge
- 6.500 mm
30 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.300 mm
- Höhe
- 2.000 mm
- Länge
- 6.500 mm
40 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.300 mm
- Höhe
- 2.400 mm
- Länge
- 7.000 mm
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