Ratgeber · Abfallarten
Container für Erdaushub mieten und Boden fachgerecht entsorgen
Bodenmaterial beschreiben, mögliche Nachweise klären und einen geeigneten Containerdienst auswählen.

Bodenaushub ist mehr als „saubere Erde“
Unter Bodenaushub fallen Boden und Steine, die bei Erdarbeiten anfallen. Die spätere Verwertung hängt nicht nur von der Menge ab, sondern auch von Bodenart, Fremdbestandteilen, Herkunft und möglichen Schadstoffbelastungen. Material aus einem unbelasteten Garten ist anders zu beurteilen als Aushub aus einem früher gewerblich genutzten Grundstück oder dem Umfeld einer alten Tankanlage.
Eine saubere Trennung schützt den Boden als Ressource. Werden Bauschutt, Asphalt, Kunststoffe oder belastete Materialien beigemischt, kann ein zuvor verwertbarer Bodenstrom seinen vorgesehenen Entsorgungsweg verlieren.
Vor dem Aushub: Herkunft und Verdacht klären
Prüfen Sie vorhandene Baugrundgutachten, Altlastenauskünfte und Informationen zur früheren Nutzung. Auffällige Verfärbungen, Gerüche, Schlacken, Aschereste, Ölspuren oder unbekannte Auffüllungen sollten dokumentiert und fachlich bewertet werden. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Böden Schadstoffe aus unterschiedlichen Quellen enthalten und binden können.
Ob und in welchem Umfang eine Analyse benötigt wird, legt sich nicht pauschal nach einer einzigen Mengengrenze fest. Maßgeblich sind unter anderem Herkunft, Verdachtsmomente, regionale Vollzugsvorgaben und die Anforderungen der vorgesehenen Annahmestelle.
Material beim Ausbau sauber halten
Planen Sie getrennte Lagerflächen für Oberboden, Unterboden und auffällige Bereiche. Die Haufwerke sollten eindeutig zugeordnet und vor Fremdeinträgen geschützt werden. Vermischen Sie Boden nicht mit:
- Beton, Ziegeln, Keramik oder Gips
- Asphalt, teerhaltigen Stoffen oder Dachpappe
- Kabeln, Rohren, Folien und Verpackungen
- Wurzeln, Grünschnitt und Holz
- Abfällen aus Rückbau oder Gebäudereinigung
- unbekannten oder gefährlichen Stoffen
Wenn verschiedene Bodenbereiche bereits vermischt wurden, muss die Beurteilung die Gesamtmenge abbilden.
Passenden Betrieb finden
Erdaushub fachgerecht entsorgen
Vergleiche veröffentlichte Anbieterprofile in deiner Region und kläre Material, Behälter und Annahmebedingungen direkt mit dem Betrieb.
Probenahme und Deklaration
Eine belastbare Analyse beginnt mit einer geeigneten Probenahme. Eine einzelne Schaufelprobe ist bei einem großen oder uneinheitlichen Haufwerk selten repräsentativ. Beauftragen Sie bei erforderlichen Untersuchungen fachkundige Stellen und klären Sie das Analyseprogramm mit dem Entsorger oder der Annahmestelle.
Halten Sie Zuordnung von Probe und Haufwerk während der gesamten Maßnahme aufrecht. Lieferscheine, Analyseberichte, Fotos und Mengenangaben helfen, den Entsorgungsweg nachvollziehbar zu dokumentieren.
Menge richtig berechnen
Das Volumen im gewachsenen Boden entspricht nicht exakt dem Volumen nach dem Aushub. Gelockertes Material nimmt häufig mehr Raum ein. Für die Planung sind Länge, Breite und Tiefe der Baugrube, Bodenart und der erwartete Auflockerungseffekt relevant. Bei schweren Materialien bestimmt zusätzlich die zulässige Nutzlast des Fahrzeugs, wie viel in einen Behälter geladen werden darf.
Geben Sie dem Anbieter deshalb sowohl die berechnete Kubatur als auch Informationen zur Bodenart. Er kann daraus Behälterzahl, Transportfolge oder eine alternative Abfuhrlogistik ableiten.
Kosten und mögliche Mehrleistungen
Preisbestimmend sind Analyseaufwand, Einstufung, Menge, Gewicht, Entfernung, Verwertungs- oder Deponieweg, Behälter und Standzeit. Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn das Material anders zusammengesetzt ist als angekündigt oder eine Annahmestelle weitere Nachweise fordert.
Vergleichen Sie Angebote nur mit identischem Leistungsumfang. Fragen Sie, ob Probenahme, Labor, Transport, Wiegescheine und Entsorgungsnachweise enthalten sind.
Stellplatz, Baustellenlogistik und Genehmigung
Boden ist schwer. Der Stellplatz muss tragfähig sein, und Zufahrt sowie Rangierfläche müssen zum Fahrzeug passen. Stimmen Sie die Reihenfolge von Aushub und Abholung so ab, dass Haufwerke nicht unnötig vermischt werden. Bei einer Behälterstellung im öffentlichen Raum können kommunale Genehmigungen erforderlich sein.
Containergrößen für Erdaushub
Orientierungswerte. Verfügbare Behälter, Maße, Füllgrenzen und zulässige Gewichte unterscheiden sich je nach Anbieter.
| Behältertyp | Breite | Höhe | Länge |
|---|---|---|---|
| 1 m³ Big Bag | 1.000 mm | 1.000 mm | 1.000 mm |
| 3 m³ Absetzcontainer | 1.290 mm | 950 mm | 2.450 mm |
| 5 m³ Absetzcontainer | 1.900 mm | 1.250 mm | 3.100 mm |
| 7 m³ Absetzcontainer | 1.900 mm | 1.600 mm | 3.600 mm |
| 10 m³ Absetzcontainer | 1.900 mm | 1.800 mm | 3.900 mm |
| 12 m³ Abrollcontainer | 2.000 mm | 1.000 mm | 6.500 mm |
| 20 m³ Abrollcontainer | 2.300 mm | 1.500 mm | 6.500 mm |
| 30 m³ Abrollcontainer | 2.300 mm | 2.000 mm | 6.500 mm |
| 40 m³ Abrollcontainer | 2.300 mm | 2.400 mm | 7.000 mm |
1 m³ Big Bag
- Breite
- 1.000 mm
- Höhe
- 1.000 mm
- Länge
- 1.000 mm
3 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.290 mm
- Höhe
- 950 mm
- Länge
- 2.450 mm
5 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.900 mm
- Höhe
- 1.250 mm
- Länge
- 3.100 mm
7 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.900 mm
- Höhe
- 1.600 mm
- Länge
- 3.600 mm
10 m³ Absetzcontainer
- Breite
- 1.900 mm
- Höhe
- 1.800 mm
- Länge
- 3.900 mm
12 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.000 mm
- Höhe
- 1.000 mm
- Länge
- 6.500 mm
20 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.300 mm
- Höhe
- 1.500 mm
- Länge
- 6.500 mm
30 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.300 mm
- Höhe
- 2.000 mm
- Länge
- 6.500 mm
40 m³ Abrollcontainer
- Breite
- 2.300 mm
- Höhe
- 2.400 mm
- Länge
- 7.000 mm
Häufige Fragen zu Erdaushub
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